Hallo,
mein Name ist Klaus Kretzer. Ich bin Arzt in einem Krankenhaus in Mönchengladbach und gehöre zur Generation 50 +.

Meine ersten Kontakte zum Kampfsport begannen 1972. Nach einiger Zeit des Trainings im Shotokan-Karate und sporadischer Ausflüge ins Jiujitsu war ich von Beginn an Mitglied in der mittlerweile schon fast „legendären" 1. Gruppe des Chan-Shaolin-Si unter Sifu Dschero Khan Chen Tao Tze (Gerard Karel Meijers).
Das war die Zeit der Bruce Lee Filme im Kino und der Abenteuer des Kwai Chang Caine alias David Carradine.
Es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass wir in dem komplexen System des Chan-Shaolin-Si recht gut vorangekommen waren. Heute würde man sagen: „Wir waren verdammt gut drauf damals"!


Ein Jahr vor Auflösung der Gruppe 1982 kehrte ich mit Beendigung des Studiums dem Kampfsport vorübergehend den Rücken – mein Hauptaugenmerk lag nun mehr im Bereich berufliche Karriere und Familiengründung. Aber eine gewisse Sehnsucht nach dem geliebten Kampfsporttraining, nach den „guten alten Zeiten", blieb bestehen.

Dies führte dazu, dass ich mich in den folgenden zwei Jahrzehnten mehrfach für einige Jahre einem neuen Verein angeschlossen habe, um im Kung Fu wenigstens einen Teil meiner alten Form wieder zu erlangen – aber es war nie mehr dasselbe Gefühl.
Im April 2008, 30 Jahre nach meiner „Glanzzeit" im Shaolin-Kung Fu, fiel mir ein Artikel in der Mönchengladbacher Stadtzeitung in die Hände mit dem Titel:
Kenpo - das ist Lebenskunst. Und weiter hieß es: „Liga der außergewöhnlichen Gentlemen - Herren im besten Alter!"
Zielgruppe 45 plus ? Alles Männer in meinem Alter und meiner Leistungstufe? Keine jugendlichen Rowdies, die sich beweisen wollen? Das passt, dachte ich mir!
Wer so eine Zielgruppe anspricht, muss Ideen haben. Das fiel aus dem Rahmen der sonst üblichen Werbung ansässiger Traditionsclubs.
Aber was ist American Kenpo? Und wer ist Ed Parker? Nie gehört.
Also zum PC, Internet - Google - Aha !!
Die „Marketing-Abteilung" des Vereins Cogito-Meum hatte ihr Ziel erreicht – vier Tage später besuchte ich die „Gentlemen" bei ihrem Training, damals noch in der Sporthalle des Hauses Zoar.
Robert Fuhr nahm sich Zeit für ein ausführliches Gespräch mit mir, erklärte mir Geschichte, Philosophie, Ziele uns Spektrum des Kenpo und verlangte anschließend den Gentlemen beim Training einiges ab. Respekt – ich war beeindruckt!

Nach der Sommerpause zog es mich in die neu geschaffenen Trainingsräume des Vereins – ich wurde Mitglied! Soweit zur Vorgeschichte, nun zur Bestandsaufnahme.

Viele Kampfsportlehrer träumen vom eigenen Dojo – manche erfüllen sich diesen Traum, nicht alle sind auf Dauer erfolgreich. In der Regel sind es diejenigen, die zwar sportlich einiges vorzuweisen haben, aber über wenig kaufmännische bzw. betriebswirtschaftliche Kenntnisse verfügen und sich daher nicht langfristig am Markt behaupten können. Diese Sorge habe ich persönlich bei Cogito-Meum und Robert Fuhr nicht!
Profunde Kenntnisse und Fähigkeiten im eigenen Kampfkunststil sind die Grundvoraussetzung, betriebswirtschaftliche Ausbildung und langjährige Managementtätigkeit sind ein weiterer Garant für langfristigen Erfolg.
Und wenn man dann auch noch „pfiffig" ist, Ideen hat und diese Schritt für Schritt im Sinne eines guten Konzepts umsetzt, dann wird das eine runde Sache!
Ich denke auf Grund eigener Erfahrungen und Vergleichsmöglichkeiten darf man Robert Fuhr ein breites Spektrum fachkundiger Kompetenz bescheinigen .
Er blickt ständig über den „Tellerrand" hinaus, um den eigenen Stil mit Bodenkampf-techniken, Stockkampfelementen, situativem Training usw. im Sinne des MMA (mixed martial arts) zu erweitern. Sportmedizinische Erkenntnisse fließen beim Trainig ein, jeder einzelne wird konsequent gefordert, aber nicht überfordert.

Die Gruppenstruktur der „Gentlemen" entspricht exakt meinen Vorstellungen – eine Truppe engagierter und hoch motivierter Männer, die im Herzen alle wesentlich jünger sind als auf ihrem Personalausweis.
Jeder trainiert nach seinen körperlichen und konditionellen Möglichkeiten, die sich aber bei allen bereits wesentlich verbessert haben – durch ein sinnvoll strukturiertes und gut geführtes Training.
Ein Truppe Gleichgesinnter mit unterschiedlichem Werdegang, vom Handwerker bis zum Akademiker, vom Kampfsportfrischling bis zu Mitgliedern, die wie ich, in ihrer Jugend zum Teil bereits viele Jahre Kampfsport betrieben haben und dann lange Zeit pausierten. Alles sehr sympathische Männer, wahrlich „außergewöhnliche Gentlemen"!

Natürlich bietet der Verein eine Menge mehr. Das „klassische" aber dennoch lebendige Kenpo-System nach Ed Parker, Kenpo-Freestyle für Fortgeschrittene, eine Kinder- und Jugendgruppe, „geführtes" Sandsacktraining (absolute Klasse , aber eine Quäntchen „Leidensfähigkeit" beim Trainierenden ist von Vorteil  !), situatives Training (in der Planung) und demnächst wohl Savate (darauf freue ich mich ganz besonders!). Abgesehen von den „Gentlemen" trainieren in den anderen Gruppen selbstverständlich auch Damen. Nicht zu vergessen die Kurse für Frauen-Selbstverteiligung, Kettlebells und Kenbofit.

Besonders nett ist auch ein kleiner Plausch oder Erfahrungsaustausch nach dem Training im vereinseigenen Bistro. Die bisher abgehaltenen Sonderseminare (Boden- und Stockkampf) mit nachfolgender Weihnachtsfeier 2008 bzw. Sommerfest 2009 waren außerordentlich gut besucht und die nachfolgende Feier mit gutem Essen jeweils sehr gemütlich, kurzweilig – alles in allem hervorragend organisiert und gelungen.

Wenn es meine Gesundheit erlaubt, werde ich dem Verein Cogito-Meum treu bleiben – hier habe ich nach 30 Jahren eine neue „Kampfkunst-Heimat" gefunden. Ich werde versuchen, mit Hilfe den Kenpo-Trainings meinen „Alterungsprozess" ein wenig zu verlangsamen, erste positive Effekte hinsichtlich Kondition und Beweglichkeit sind schon zu verzeichnen. Mein Fernziel: Mit Eintritt ins Rentenalter den Black-Belt im Kenpo zu haben – ein hochgestecktes Ziel, aber bis dahin sind es ja auch noch ein paar Jahre!