Für Herrn Robert Fuhr

Mein Name ist Stefan Osthoff. Ich bin 48 Jahre alt und von Beruf selbstständiger Rechtsanwalt in einer größeren Kanzlei in Mönchengladbach.

Anfang des Jahres 2007 lernte ich Herrn Robert Fuhr kennen. Zu dieser Zeit ging es mir körperlich nicht gut, da ich unter erheblichem Übergewicht litt. Ich wog ca. 140 kg bei  1,85 m Körpergröße. Ich war kurzatmig und kam kaum die Treppen zu meinem Büro hinauf. Früher war ich einmal ein guter Leichtathlet, speziell in Wurfdisziplinen. Später hatte ich mich mit Joggen fit gehalten. Von alledem war nicht mehr viel übrig geblieben. Die Idee, eine Kampfkunst zu erlernen, geisterte schon seit einiger Zeit in meinem Kopf.

Ich hielt es für sinnvoll, bei nachlassenden Körperkräften durch Älter-werden einige Verteidigungstechniken zu erlernen und gleichzeitig wieder körperlich fit zu werden. Was mich davon abhielt war die Vorstellung, als übergewichtiger Mittvierziger, der kaum noch 5 Liegestütze konnte mit lauter zwanzigjährigen Burschen Karate gemeinsam trainieren zu müssen. Durch Zufall las ich dann in der örtlichen Sonntagszeitung "Extra Tip", daß Herr Robert Fuhr ein Kampfkunst System namens Kenpo unterrichtet und er einen speziellen Kurs für Männer ab 45 Jahren anbot, der sich "Liga der Gentleman" nannte. Es war die Rede davon, dass speziell auf die Bedürfnisse älterer Männer eingegangen würde, die lernen wollen, sich effektiv gegen Rowdies zu verteidigen. Dies hat mein Interesse geweckt. Ich ich rief Herrn Fuhr an und wir vereinbarten, dass ich zum ersten Training kam. Mir fiel sofort positiv auf, daß es sich bei den Dingen, die Herr Fuhr aus dem Kenpo zeigte, nicht um irgendwelche fernöstliche Hokus-Pokus Akrobatik mit wilden Sprüngen und Spagat handelte, sondern um einfache, aber sehr durchdachte und präzise Bewegungsabläufe.

Mit mir haben etwa 20 weitere Männer den Kurs begonnen. Der älteste Schüler war 78 Jahre alt. Jeder von uns hatte sein eigenes Wewehchen und niemand hat einen anderen ausgelacht. Einer hatte sogar zwei künstliche Hüftgelenke. Das Training war hart, jedoch hat Herr Fuhr immer auf die körperlichen Besonderheiten der Teilnehmer Rücksicht genommen. Wenn jemand etwas nicht konnte, gab es immer eine wirksame Alternative. Innerhalb kurzer Zeit fasste man Vertrauen untereinander und zu Herrn Fuhr. Bis auf ganz wenige Ausnahmen sind wir alle zusammen geblieben und sind auch heute noch eine verschworene Gemeinschaft, in der sich echte Kameradschaft und Freundschaften entwickelt haben. Auch haben sich erfreuliche berufliche Kontakte ergeben. Innerhalb von 2 Jahren verlor ich durch das Training, welches neben der Selbstverteidigung ein fit machendes und gesunderhaltendes kraftgymnastisches Übungsprogramm enthält, 40 kg Körpergewicht. Ich fühle mich jetzt gesundheitlich wohler denn je und habe kürzlich meinen ersten Halbmarathon erfolgreich durchgestanden ohne dafür ein superspezielles Laufprogramm absolviert zu haben.

Die Tatsache, dass ich durch regelmäßiges Training mittlerweile über ein effektives Instrumentarium der Selbstverteidigung für den Notfall beherrsche, hat bei mir auch mental zur Entwicklung eines neuen Selbstvertrauens geführt. Dies wirkt sich auch auf private und berufliche Stresssituationen günstig aus. Wenn man immer wieder im Training "angegriffen" wird und man kann dies immer wieder abwehren, dann entwickelt sich mental auch eine Gelassenheit für die Schwierigkeiten im allgemeinen Leben. Diese so wertvolle Erfahrung durfte ich machen und ich habe sie meinem Lehrer Robert Fuhr zu verdanken, der mittlerweile zu einem Freund geworden ist. Dafür werde ich ihm immer dankbar sein.

Robert Fuhr betreibt seine KENPO Schule in sehr ansprechenden Räumlichkeiten in Mönchengladbach-Rheydt. Es gibt 3 mit Matten ausgelegte Hallen, in denen die Trainings stattfinden. Des weiteren gibt es einen großen Bereich mit speziell für eine Kampfkunst entwickelten Hanteln und Fitnessgeräten. Großzügige Umkleidekabinen, leistungsfähige Duschen und ein gemütliches kleines Bistro runden das Bild ab. Es gibt nicht nur reines Männertraining, sondern auch gemischete Kurse mit Damen und auch Jugendtraining.

Robert Fuhr verfügt nicht nur über jahrzehntelanger Erfahrung als Meister aus verschiedensten Kampfkünsten, die er in didaktisch hervorragender Weise an seine Schüler vermittelt. Er hat darüber hinaus sehr fundierte Kenntnisse der menschlichen Anatomie und ist in der Lage, einem Schüler auf den Kopf zuzusagen, an welcher Stelle seines Körpers er ein Problem hat und mit welchen Übungen dieses Problem gelöst werden kann. Ich selbst litt jahrelang unter Rückenschmerzen. Seit ich mich in das Training von Robert Fuhr begeben habe, habe ich diese nie wieder verspürt.

Mit fortschreitendem Trainingszustand wächst meine Freude an der Perfektionierung der Bewegungsabläufe der verschiedenen Karatetechniken aus dem Kenpo. Körperliche Angriffe immer wieder mit gut ausgeführten Verteidigungstechniken abgewehrt zu haben hinterlässt ein besonderes Glücksgefühl, das psychologisch als "flow" bezeichnet wird. Es ist dies die vollkommene Einheit des körperlichen Ichs und der Harmonie der Seele mit dem, was man tut. Ferner begreife ich das Kenpo nicht nur als Instrument körperlicher Fitness und Selbstverteidigung, sondern mittlerweile auch als mentale Reise in das eigene ich. Es fördert die Selbsterkenntnis, das Selbstvertrauen und die Fähigkeit, mit Stresssituationen jeglicher Art angemessen und gelassen umzugehen.

Ich kann jedem Mann und jeder Frau, die mental und körperlich etwas für sich tun und dabei eine Kampfkunst erlernen wollen versichern, dass sie unter der Anleitung von Robert Fuhr ein neues Lebensgefühl entwickeln werden, welches das Leben außerordentlich bereichert. Und das alles in einer entspannten Athmosphäre gleichgesinnter Frauen und Männer, unter denen Kameradschaft und Freundschaft groß geschrieben wird.

Mönchengladbach, den 13.11.2009

Stefan Osthoff