Meine FMA Geschichte

FMA bedeutet Fillipino Martial Arts und beschreibt das Ganze am besten, aber angefangen hat alles mit Arnis.

Als Junge interessierten mich besonders diese tollen Waffen in den Kung Fu Filmen. Die Schwerter, die Stöcke und Messer und so keimte es sehr lange in mir, bevor ich irgendwann in den 80ern einen Mann aus dem Ruhrgebiet anrief. Mit dem Wissen aus nahezu allen Kung Fu-/Karate-Zeitschriften, aus denen ich auch die Telefonnummer hatte, (Vorinternet-Zeitalter) rief ich also an. Der Mann war Dieter Knüttel. Ich erinnere mich an ein sehr nettes, aber auch etwas unverbindliches Gespräch, in dem er mich einen seinen damaligen Schüler verwies: Alfred Plath.

Alfred sagte, dass es wohl 1987 gewesen sein muss. Uns beiden kommt es vor, als würden wir uns schon seit Kindertagen kennen. Sofort war zwischen uns eine Basis. Wir kannten die gleichen Leute, erzählten Geschichten und und und – so etwas passiert selten. Seitdem stehen wir in Kontakt. Manchmal mehr, manchmal weniger und im Moment eben sehr intensiv, weil wir mindestens einmal in der Woche gemeinsam trainieren. Dieter Knüttel habe ich übrigens nie persönlich kennen gelernt. Ich besuchte Alfred in Duisburg – wie immer Thomas im Schlepptau – und wir fingen im Stadtwald an zu trainieren, weil wir keine Halle hatten.

Alfred machte ein Seminar in Büderich und wir trainierten mit Messern in einer Tiefgarage usw usw usw. Ich nahm am Kleingruppenunterricht teil mit Alfredo Lopez, seinem Bruder, und richtig: Thomas war auch wieder dabei!

Alfred organisierte die unglaublichsten Zusammenkünfte, unter anderem ein Seminar mit einem Original-Meisterschüler von Bruce Lee: Jesse Glover! Meine Güte haben wir an diesem Tag drauf gehauen. Jesse Glover, der an diesem Tag mehr Wing Chun–Leute verprügelte als man sich vorstellen kann, war mit den Ed Parker-Jungs sehr zufrie-den. Für mich war das damals eine wesentliche Erkenntnis in einer Zeit, in der Wing Chun förmlich alles regierte. Alfred und ich hatten an diesem Tag wirklich Spaß. Er hat ebenfalls die erste FMA-Zeitschrift in deutscher Sprache heraus gebracht. Diese wurde neun Jahre lang in einer Auflage von 5000 Stück produziert und in 18 Länder verschickt.

Ende der Achtziger und Anfang der Neunziger trat er in der größten Kampfsportshow der Welt, der “Budo-Gala“, auf. Es folgten Fernseh-auftritte und Vorführungen in ganz Europa und USA. Er schrieb Artikel für Kampfsportzeitungen in vielen Ländern und unterrichtete Schüler in Afrika, USA, arabischen und asiatischen Ländern. Vor meiner Haustür in Rheindahlen veranstaltete er das erste FMA Festival in Europa (2002), mit Großmeistern aus aller Herren Länder... und immer wieder war er im Ausland und zwar immer da, wo man nur als Kriegsberichterstatter hinfährt, weil es da noch irgendeinen Großmeister gab, den er noch nicht kannte. Mit Legenden (nicht nur FMA) aus mehr als 60 Stilen und Systemen verbrachte er viel Zeit, um möglichst alles zu erlernen. 2004 organisierte er das zweite FMA Festival in Dortmund mit 800 Teilnehmern aus 21 Ländern. Das war organisatorisch und finanziell das „Heftigste“ was er in den letzten 30 Jahren gemacht hat. Inzwischen ist diese Art von Festival von vielen Amerikanern und Filipinos kopiert worden.

 

 


Hubert staunt und setzt es sofort um! Alfred hat es drauf, zu erklären!


Egal wo ich anrufe und sage, dass Alfred mein FMA Lehrer ist, kennt man ihn schon.

Vor Kurzem rief ich in die USA an und fragte einen Kosho Ryu Kenpo-Meister nach einigen Dingen. Er fragte, was ich noch mache und ich sagte BJJ, Savate und FMA. Er fragte bei, wem und ich nannte den Namen Alfred Plath. Spontan sagte er, dass ich mich glücklich schätzen müsste, ihn als Lehrer zu haben. Auch in Stockten (Kalifornien) kenne ihn jeder - tja, das ist eben Alfred.

Schließlich ist er aufgeführt in der Liste der 200 besten lebenden FMA Guros weltweit.

 


Weihnachtsseminar 2008: Serge am Limit!


Na ja, vielleicht macht er ja auch eine Ausnahme, was die Farbe angeht und kann sich unserer Schulfarbe anschließen (Ich stehe eben nicht auf gelb und ... siehe einige Bilder von Alfred), da hat es ja auch geklappt.

Als ich Alfred von meinem Plan mit dem JHQ erzählte, und dass ich Referenzen bräuchte, schickte er mir spontan das folgende Schreiben:



  

International
Real Arnis Federation

Punong Guro

Alfred Plath

 

10.01.2007
Burgstr.39
46519 Alpen

  

For Robert Fuhr


My name is Alfred Plath and I study martial arts for over 30 years. In this time I trained with more than 80 grandmasters and masters from many different systems all over the world. I have been working for many organisations and acted as host of big martial arts events. I wrote different articles and published my own magazine „El Juramentado“. I still recognize my encounter with Robert Fuhr. That was about 15 years ago. For me his name and his system „Ed Parker Kenpo“ are inseparably connected. In my 30 years of experience I have only met a few martial artists, which were so enthusiastic. This enthusiasm appealed to me. As I shared his unquenchable thirst for knowledge and the will to explore all aspects of martial arts, we soon became friends. His interest in filipino systems was the reason for starting training together and discussing many different matters. Although having not the closest contact, we still stayed friends.

Robert Fuhr did not change in those 15 years, but he developed. He followed his goals and realised his ideas. Even today his is loyal to his teachers, what is not natural in those days. But his respect is not too big to not follow his own ways and search for new solutions. That is the only way that system can evolve.


The apprenticeship must be developed to serious studies and one has to wonder: „Why do we train this way? What are the disadvantages of the old techniques? Which features are primary in the old application, which are secondary or even replaceable? Which advantages are essential for my new training methods?“

I think that Robert Fuhr will continue to use his experience in his training and his students will without any doubt benefit of his knowledge. He will never give up the search. For me he is one of the most honest martial artists with a very strong character that I ever met.


Alfred Plath

 

Das hat mich damals sehr beeindruckt und tut es noch heute, wie viel er von mir hält!

Wir haben viele gemeinsame Freunde und „sehr spezielle Freunde“, über die wir immer gerne neue Geschichten austauschen. Neulich überlegten wir, wenn man uns das Geld auszahlen würde was wir in die Erforschung der Kampfkünste gesteckt haben, dann könnten wir uns beide überall zur Ruhe setzen.

Eines Tages sagte er, dass wir jetzt Escrima machen würden und ich fragte: “Also etwas Neues, wir machen ja sonst Arnis!“ Er lachte über den „Unwissenden“ und sagte, dass es ihm nur so „rausgerutscht“ sei. Auf den Philippinen würden sie alles synonym verwenden, Arnis, Kali, Escrima und das würde dann auch Panatukan, Buno, Dumog, etc. heißen. Man nehme die Dinge eben nicht so ernst in der Heimat der FMA. Erst die Deutschen machen so eine Katalogisierung daraus! Er muss es wohl wissen, denn er machte zahlreiche Reisen um die ganze Welt und kennt jeden von Rang und Namen. Oft haben wir auch zusammen Kenpo trainiert und freuten uns immer wieder, wenn die eine oder andere Erkenntnis von einer Kunst auf die andere

 

 


 Immer wieder beim Training


überspringt. Eigentlich passiert das jede Woche auf’s neue und das nicht nur einmal pro Training! Die Sicht auf Kenpo aus der FMA–Ecke, aber auch aus der anders herum, bringen ganz wesentliche Erkenntnisse für beide Richtungen.

Es ist mittlerweile Tradition, dass uns Alfred bei jeder Weihnachtsfeier mit einem Superseminar unterstützt und das wird auch so bleiben. Aber unsere Projekte gehen weiter, denn wir wollen Schritt für Schritt eine FMA–Schule bei uns einrichten.

Als er mich vor zwei Jahren fragte, ob ich jemanden kennen würde, der gerne FMA in MG und Umgebung machen würde, und zwar sein eigenes System, dachte keiner von uns beiden an mich. Wahrscheinlich ist das Nahe liegende immer das Ferne. Trotzdem sind wir dann bei irgend einem Training darauf gekommen. Die Stunden, die ich mit Alfred beim Training verbringe, sind echte Highlights, weil das Wissen „nur so fließt“ und wenn man es mit Kenpo zusammenbringt, ist jede Trainingsstunde ein Quantensprung in Sachen Verständnis und Entwicklung! Ich hoffe, dass wir sehr viele Jahre gemeinsam trainieren und sich die Künste wenigstens eine kleines bisschen durch uns, vor allen Dingen aber durch unsere Schüler entwickeln. Diese Gruppe wird Alfred führen und in Ausnahmefällen auch ich, denn es macht eben einfach einen unglaublichen Spaß, vor allen Dingen der Freestyle mit Stöcken. Sicher werde ich Euch zuerst, aber sicher werde ich auch die Presse informieren, wie ich mich kenne. Alfred ist eigentlich ein „Lehrer für Lehrer“ und in dieser Eigenschaft ist er weltweit unterwegs, aber für mich/uns würde er die Ausnahme machen und eine Gruppe auf-bauen, in der „der Meister direkt“ alles an die meine/unsere Schüler weitergibt. So sind eben Freunde!

Alfred`s FMA ist ein weiterer bedeutender Schritt, unsere CM–Schule zu einem Zuhause zu machen für die exklusivsten und effektivsten Kampfkünste der Welt:

CM-Kenpo, Brazilian Jiu Jitsu, Savate und last not least: Alfred`s FMA und da kommt noch mehr! Da habt ihr aber in Zukunft ein Problem – wie ich es sehe! Das Problem, Euch zu entscheiden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontrolltechniken – Real Arnis

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Luzon Island – Nordphilippinen 200

 

 

Ausbildung von Zollbeamten in Deutschland


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Modern Arnis Training


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pentjak Silat Training – Bukti Negara


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausbildung von phil. Polizeibeamten (PNP – Phil. National Police)



 

 

 

 

 

 

 

 

 

Manila / Hauptstadt d. Phil. Übergabe des Lapu Lapu Award an A. Plath



 

 

 

 

 

 

 

Schießtraining in den USA


Training mit US Kickbox Champion Graciella Cassillas 2006 auf Luzon