Die Thesis

Früher gab es eiserne Regeln im Kenpo, die unumstößlich waren: Unumstößlich, solange der Meister noch lebte und sich nicht jeder die Regeln selbst machen konnte.

Zu den eiserenen Regeln zählte auf jeden Fall die Ausarbeitung einer Thesis zum 1st degree black und zum 5th degree black.

Die Thesis ist eine Art von Doktorarbeit in der der Schüler nach seinen Fähigkeiten beweisen sollte, was er intellektuell kann.

Außerdem sollte er ganz klar und deutlich machen, was er bereit ist der Gemeinschaft des Clubs und der Kenpo-Gemeinde zu geben.

Genau da beginnt die Wissenschaft in einer Gemeinschaft die Wissen schafft. Man möge mir das Wortspiel verzeihen.

Man kann sich zwar Professor nennen, aber der Inhalt des Wortes besteht aus forschen und lehren. In Deutschland ist es sogar so, dass man diesen Titel gar nicht erreichen kann ohne die Doktorarbeit geschrieben zu haben und da wären wir wieder bei der Thesis.

Schnell könnten Kritiker auf die Idee kommen,dass man Akademiker sein muss, hoch gelehrt oder sonstiges um der Thesis gerecht zu werden und so eine Ausrede erfinden um sich selbst zu blockieren, aber Kenpo ist eine „unbarmherzige Geliebte", denn sie erlaubt eine solche Ausrede nicht. Es hat durchaus in der deutschen Kenpo-Geschichte Leute gegeben, die nicht gerne geschrieben haben und deshalb etwas z.B. gebaut haben, dass hilfreich war.

Andere wiederum regten an einen Film zu drehen, der anderen hilft und alles was ich gehört habe, hat mich sofort begeistert (außer natürlich der totalen Leistungsverweigerung).

Man wird sich beim Ausarbeiten über vieles bewusst, was einem vorher nicht klar war und dies ist so wahr, dass ein mir bekannter Trainer im BJJ sogar jede Technik schriftlich beschreiben lässt. Ohne gibt es keine Prüfung.

Serge macht da keine Ausnahme als Diplom – Ingenieur, dem erst Einiges klar wurde im Kenpo, als es es schrieb.

Serge hatte außerdem eine zusätzliche Schwierigkeit bei der Ausarbeitung: Mich! (-:

Denn der Redaktionsschluss wurde des Öfteren verschoben, weil ich immer weder neue Aspekte einfließen ließ, die Serge einfach mehr als perfekt umgesetzt hat. Er hat auf der Rückfahrt nach Bonn sicher oft geflucht.

Das alles auch noch verständlich auszudrücken für die Nicht- Maschinenbauer unter uns, bedeutet einen Genuss die Thesis zu lesen.

Möge die Thesis Euch soviel Spaß machen wie mir, Euch so viel bringen wie irgend möglich und Euch zu neuen Anregungen verhelfen.

Serge kann sehr stolz darauf sein, aber er ist sicher nicht so stolz wie ich auf meinen Schüler.

In diesem Sinne TCB

Robert

 

Hier findet Ihr die Thesis von Serge zu seiner Black-Belt-Prüfung